Unsere Webseite verwendet Cookies. Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. - Informieren & Akzeptieren
  Wird geladen...
Öffentliches Forum  »  SmalltalkKategorie  »  Ich will wissen... (Neujahrsgedanken)     Thema eröffnet von einem ehemaligen Mitglied     367x  besucht
     
  Beiträge  zuerst
Spezielle Hilfe - Forum
Ich will wissen... (Neujahrsgedanken)
Beitrag (Antwort) geschrieben von einem ehemaligen Mitglied  am 15.01.2012
Dass man bestimmte materielle Dinge braucht, merkt man spätestens dann, wenn sie fehlen. Aber es stimmt schon, finde ich: nicht alles, das man kauft, verbessert die Lebensqualität, oder macht glücklich. Konsumrausch ist kein Glück.

Die Gesellschaft ist weit vom diesen Lebensweisheiten entfernt, da stimme ich Siggi voll zu. Doch wir Wissenden dürfen sie im Herzen behalten und versuchen, sie zu leben, so gut es eben geht.

Viele Grüße
rafaeL
Beitrag (Antwort) geschrieben von Naturfan   am 14.01.2012
Lieber Rafael,
ich lese mir Deinen Text immer wieder durch, hab ihn mir auch schon ausgedruckt, suche mir noch einen pass. Rahmen dazu... Mann, da steckt soviel Wahrheit drinnen- Wahnsinn!
Leider tickt die uns umgebende Gesellschaft anders...

Gruß Siggi
Beitrag (Antwort) geschrieben von Holger   am 11.01.2012
Die Aussage gilt natürlich nicht für materielle Dinge. Aber wer braucht diese wirklich?
Beitrag (Antwort) geschrieben von einem ehemaligen Mitglied  am 09.01.2012
@Holger
"Suche nicht im außen, du findest es in dir."

Das ist eine wunderbar zutreffende Zusamenfassung, finde ich. Danke!
Beitrag (Antwort) geschrieben von Holger   am 09.01.2012
Hier stecken so viele Weisheiten in dem Text, dass man gar nicht weis was man darauf sagen soll.

Suche nicht im außen, du findest es in dir.
Starter-Beitrag geschrieben von einem ehemaligen Mitglied  am 06.01.2012
Ich will wissen...

Es interessiert mich nicht, womit du deinen Lebensunterhalt verdienst. Ich will wissen, wonach du dich sehnst und ob du es wagst, davon zu träumen, das Sehnen deines Herzens zu erfüllen.

Es interessiert mich nicht, wie alt du bist. Ich will wissen, ob du es riskieren willst, wie ein Verrückter nach Liebe zu suchen, nach deinen Träumen, nach dem Abenteuer, lebendig zu sein.

Es interessiert mich nicht, welche Sterne deinen Mond kreuzen. Ich will wissen, ob du das Zentrum deines eigenen Kummers berührt hast, ob du geöffnet wurdest durch die Treuebrüche oder verwelkt und verschlossen aus Angst vor weiterem Schmerz.

Ich will wissen, ob du in Schmerz sitzen kannst, deinem oder meinem, ohne dich zu bewegen, um ihn zu verbergen, zu schmälern oder zu fixieren.

Ich will wissen, ob du in Freude sein kannst, deiner oder meiner; ob du ausgelassen tanzen und die Ekstase dich füllen lassen kannst bis zu deinen Finger- und Zehenspitzen, ohne dich in Vorsicht zurückzunehmen, realistisch zu sein oder die Schranken des Menschseins zu erinnern.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die du erzählst, wahr ist. Ich will wissen, ob du einen anderen enttäuschen kannst, um dir selber treu zu bleiben, ob du die Anklage eines Treuebruchs aushalten kannst, ohne deine eigene Seele zu betrügen.

Ich will wissen, ob du vertrauen und deshalb auch vertrauenswürdig sein kannst.

Ich will wissen, ob du Schönheit sehen kannst, selbst wenn es nicht jeden Tag schön ist und ob du die Quelle deines Lebens in Gottes Gegenwart finden kannst.

Ich will wissen, ob du mit Versagen leben kannst, deinem oder meinem und immer noch am Ufer des Sees stehen und dem silbernen Vollmond zurufen kannst: „Ja!“

Es interessiert mich nicht zu wissen, wo du lebst oder wie viel Geld du hast. Ich will wissen, ob du, matt und zerschlagen nach einer Nacht in Kummer und Verzweiflung aufstehen kannst und tun, was für die Kinder nötig ist.

Es interessiert mich nicht, wer du bist, wie du herkamst. Ich will wissen, ob du mit mir im Zentrum des Feuers stehen kannst ohne zurückzuschrecken.

Es interessiert mich nicht, wo und was und mit wem du studiert hast. Ich will wissen, was dich von innen stützt, wenn alles andere wegfällt.

Ich will wissen, ob du mit dir selber allein sein kannst und ob du wahrhaftig die Gesellschaft deiner leeren Augenblicke liebst.

(Oriah Mountain Dreamer Indian Elder)